Aktuelle Projekte

Hier finden Sie alle für das laufende Jahr geplanten Aktionen und Projekte.

Im Rahmen des „Runden Tischs der Religionen – Siegen gegen Rassismus“ lud die DiTiB – Türkisch Islamische Gemeinde zu Siegen e.V. am 21. März zu einem Stand auf der Siegbrücke. Mit einer Luftballonaktion und dem Spiel „monotheistische Religionen“ wurden Passanten informiert, durch den Abbau von Angst und Vorurteilen bezüglich anderer Religionen das friedliche Zusammenleben der Religionen in Siegen zu unterstützen.

Junge Migranten dabei unterstützen, im Beruf Fuß zu fassen, Begegnungsorte schaffen, an denen Rassismus keinen Platz hat oder Projekte in Sportvereinen organisieren, an denen unterschiedliche Kulturen mitwirken: Dies alles waren Ideen, die bei der ersten Integrationskonferenz in Siegen entwickelt wurden.   Die Veranstaltung lief mit einem besonderen Konzept ab, dem so genannten Open Space. Dabei gab es kein vorgegebenes Programm. Die rund 40 Teilnehmer entwickelten die Workshops vor Ort in der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule selbst.

Themen wie „Aufbrechen einer Parallelgesellschaft“, „Rassismus auf Social Media“, „Sicherer Hafen Siegen“ oder „Berufliche Integration“ wurden dabei kreativ bearbeitet. Die Ergebnisse werden nun gesammelt, zusammengefasst und den Teilnehmenden Anfang 2020 zur Verfügung gestellt.

Über das Engagement des Kooperationsverbundes der Migrationsdienste und der Stadt Siegen, die die Integrationskonferenz gemeinsam mit der Agentur für Arbeit, dem JobCenter und dem Kommunalen Integrationszentrum des Kreises Siegen Wittgenstein organisierten, freute sich Siegens stellvertretender Bürgermeister Jens Kamieth: „„In unserer Stadt haben Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung keinen Platz. Wir dürfen unterschiedlicher Herkunft, Religion oder Kultur sein und uns trotzdem in Siegen zuhause fühlen.“

Gefördert wurde die Veranstaltung durch das Bundesprogramm „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Fremdenfeindlichkeit“ des Bundesfamilienministeriums für Familie, Senioren Frauen und Jugend.

Beim großen AWO-Familienfest in der Siegener Innenstadt anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Wohlfahrtsverbandes haben die Abteilung Bürgerdienste, zu der auch die Migrationsfachdienste der Arbeiterwohlfahrt gehören, und der Verein Stylefiasko e.V. mit einer Graffiti-Aktion für einen offenen Umgang in der Gesellschaft geworben. Ziel war es, die Besucher*innen am Stand zu sensibilisieren, mit anderen Menschen achtsamer umzugehen und kulturelle Vielfalt zu schätzen.

Unter Anleitung konnten Interessierte – egal welchen Alters – Leichtschaumplatten mit Graffiti gestalten. Vielfalt ist bunt, Hände reichen, Frieden, Lebensfreude oder Wärme waren beispielsweise einige der Leitthemen, die den „Künstler*innen“ bei der Gestaltung der großformatigen Platten Orientierung gaben. Während des Sprayens gab es zu den Themen auch genug Meinungsaustausch: „Vielfalt ist spannend. Wenn alle Menschen gleich wären, wäre es langweilig“, sagte eine jugendliche Teilnehmerin. Auch die jüngsten Festbesucher kamen nicht zu kurz und konnten sich kleine, mit Graffiti versehene, Leinwände gestalten und mit nach Hause nehmen.

Die großen Platten hingegen haben nach der Aktion an Türen in verschiedenen Siegener Einrichtungen ihren Platz gefunden. Ob in Einrichtungen der AWO, der Diakonie Südwestfalen, des Jobcenters Siegen-Wittgenstein, des Kirchenkreises Siegen, der Stadt Siegen oder des Vereins für soziale Arbeit und Kultur Südwestfalen – an insgesamt 10 Stellen sind die Türen am Eingang oder zu Büros ab sofort bunt. Damit soll auch ein Signal gegeben werden: Hinter den farbenfrohen Türen arbeiten Menschen, die neugierig sind auf Begegnungen mit anderen und die offen sind, auf alle Menschen zuzugehen.

Gefördert wurde das Projekt vom Bundeministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.

Der VDTA e.V. wird im Rahmen einer Veranstaltungsreihe mit vier Vortragsabenden, zwei Workshops und mehreren Begegnungsabenden das Thema „Wir sind im Glauben verschieden – doch wir reden miteinander! (Viele Wege führen zu Gott)“ in den Mittelpunkt stellen. Die jüdischen, christlichen und islamischen Inhalte, die bereits in einer Vortragsreihe im Vorjahr behandelt wurden, sollen vertieft und erweitert werden. Die Begegnungsabende sind in erster Linie als Möglichkeiten der Zusammenführung von Familien aus unterschiedlichen Religionszugehörigkeiten konzipiert.

Der ital. Kulturverein Stelle Chiare e.V. veranstaltet im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit 2019“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend am Samstag, 27. Juli, ab 16 Uhr, ein international-kulinarisches Grillfest. Anschließend lädt der Verein zum gemeinsamen Gespräch und zum Austausch verschiedener Traditionen und Esskulturen ein. Die Veranstaltung dient zur Förderung des friedlichen Zusammenlebens von geflüchteten und Einheimischen. Das Grillfest findet in den Vereinsräumen, Fröbelstr. 11 in Geisweid, statt. Der Eintritt ist frei.

Kann Populismus zum Stressauslöser werden und wie beeinflusst Populismus die demokratischen Prozesse in Deutschland? Im Mittelpunkt steht die Frage, wie ein weiteres Auseinanderdriften der Gesellschaft verhindert werden kann, damit unsere demokratischen Zustände gewahrt werden können.

Dieser Frage geht ARD-Reporter Olaf Sundermeyer am Dienstag, 26. November 2019, in der BlueBox-Siegen nach.

Auf Einladung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland e.V. in Kooperation mit dem Stadt- und Kreisjugendring, der Katholischen Hochschulgemeinde Siegen und dem Verein für Soziale Arbeit u. Kultur Südwestfalen liest der Journalist ab 19 Uhr aus seinem Buch „Gauland – Die Rache des alten Mannes“. Im Anschluss wird er Fragen der Zuhörer beantworten. Der Eintritt ist frei.

Die Veranstaltung wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.

Der Verein für soziale Arbeit und Kultur Südwestfalen e.V. hat den Journalisten Andreas Speith aus Hamburg eingeladen, um einen Vortrag mit anschließender Diskussion zum Thema „Identitäre Bewegung“ zu veranstalten. Ziel des Projektes ist es, über dieses rechtsextreme Phänomen, hinter dessen modernem Auftreten sich völkischer Nationalismus und Rassismus verbergen, zu informieren und die Bevölkerung dagegen zu sensibilisieren.

„Mädchen (in) Siegen“ – so lautet der Titel des Projektes, das die Diakonie in Südwestfalen gGmbH Soziale Dienste in diesem Jahr durchführen wird. Hier wird der Mädchengruppe des Jugendtreffs am Fischbacherberg unter Leitung einer pädagogischen Fachkraft die Möglichkeit geboten, sich mit Themen wie Geschlechtergerechtigkeit, Religion, Migrationserfahrungen, eigener Identität usw. auseinanderzusetzen und Ideen und Initiativen zu entwickeln. Die Inhalte der Treffen werden dann in die Gestaltung eines Kalenders einfließen, der Ausdruck der Kreativität der Gruppe ist.

In Kooperation mit der Pestalozzischule Siegen führt das Katholische Jugendwerk Förderband Siegen-Wittgenstein e.V. ein Projekt mit dem Titel „Perspektivwechsel – die Welt mit anderen Augen sehen“ durch. In Zusammenarbeit von Mitarbeitenden des Jugendwerks Förderband und einer Gruppe von Jugendlichen mit den Förderschwerpunkten Lernen und Emotionale und soziale Entwicklung werden Themen wie der Umgang mit gewalttätigen und rassistischen Tendenzen, Kultur, Religion und Toleranz bearbeitet, um die Schülerinnen und Schüler für Ungerechtigkeiten und rassistische Einstellungen zu sensibilisieren und ihnen die Möglichkeit zu geben, Ängste und Vorurteile abzubauen. Da der Schwerpunkt dieses Projektes das praktische Erleben und Erfahren ist, sind Exkursionen und erlebnispädagogische Angebote ein wichtiger Teil des Programms.

Die Kurdische Gemeinde Siegen KGD-S plant für das Jahr 2019 eine „Veranstaltungsreihe bei der Kurdischen Gemeinde Siegen“, in deren Rahmen es in monatlichen Veranstaltungen um folgende Themen gehen soll: Kultur, Austausch über das Leben in der neuen Heimat, das Miteinander verschiedener Kulturen in Deutschland, Gesundheits- und Schulsystem in Deutschland und Trauma/Traumatisierung. Ziel des Projektes ist es, die Integration von Migranten zu fördern und die Interaktion zwischen deutscher und kurdischer Kultur zu ermöglichen.

„Vereinte Nationen gegen Israel – Wie die Uno den jüdischen Staat delegitimiert“ – so lautet der Titel des Projektes der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland e.V. Der freie Publizist Alex Feuerherdt aus Köln, der bereits in den beiden Vorjahren in Siegen referierte, wird sich unter der Prämisse, dass das Handeln der UNO israelkritisch und antisemitismusfördernd ist, mit dem Umgang der Vereinten Nationen mit dem jüdischen Staat auseinandersetzen.

„Kulturen Küche“ – mit diesem Namen hat die gemeinnützige Qualifizierungs- und Weiterbildungsgesellschaft des HV Achenbach gGmbH ihr Angebot überschrieben, das es bereits im Jahr 2018 gab. In drei Veranstaltungen werden die Bürgerinnen und Bürger sowie die Grundschulkinder aus den Stadtteilen Heidenberg und Fischbacherberg mit Hilfe zahlreicher Ehrenamtlicher u.a. auf eine Wanderung mit anschließendem Grillen und zu einem Adventfest eingeladen. Im Rahmen dieser Veranstaltungen sollen neue Kontakte entstehen, das ehrenamtliche Engagement gestärkt und weiter ausgebaut sowie die Vernetzung der Stadtteile gefördert werden.

In diesem Jahr jährt sich zum 75. Mal die Bombardierung der Stadt Siegen. Um dem Missbrauch dieses Gedenktages durch rechtsradikale Organisationen vorzubeugen, gestaltet das Siegener Bündnis seit 2008 einen Teil des Gedenktages mit unterschiedlichen Aktivitäten. Unter dem Titel „Ge(h)denken“ plant der Stadtjugendring Siegen als Mitglied im Siegener Bündnis für Demokratie in Zusammenarbeit mit dem Apollo Theater Siegen, Jugendtheater Junges Apollo, Bruchwerk und Junges Theater Siegen für den 16.12.2019 neben dem offiziellen Gedenken der Stadt Siegen und einem ökumenischen Gottesdienst szenische Darbietungen dreier Jugendtheater, die die kritische Auseinandersetzung mit der NS-Zeit und den Folgen von rechtsradikalem und nationalistischem Denken und Handeln anstoßen sollen.

Der Verein für soziale Arbeit und Kultur Südwestfalen e. V. hat in Kooperation mit dem Kommunalen Integrationszentrum Siegen-Wittgenstein eine Konzeption entwickelt, in deren Rahmen in einem Zeitraum von zwei Jahren interessierte zugewanderte Jugendliche und junge Erwachsene zu sogenannten „Champs“ ausgebildet werden sollen, die dann nach entsprechender Ausbildung in einer Art von Multiplikatorenarbeit in Schulen, Freizeitheimen, Jugendtreffs etc. Workshops zu Themen wie der Unterdrückung von Mädchen und Frauen im Namen der Ehre, Stärkung der Ich-Identität, Toleranz gegenüber anderen Weltanschauungen und Kulturen usw. gestalten werden. Das für 2019 geplante Projekt mit dem Titel „Champs – Bewerbungsphase“ dient der sorgfältigen Auswahl einer Gruppe von 8 bis 10 Jugendlichen aus dem Kreis der Bewerber, die dann diese Ausbildung durchlaufen werden.

Das neue Klettergerüst für den Kindergarten können die Erzieher ganz einfach im Katalog aussuchen, bestellen und von einer Fachfirma aufbauen lassen. Möglich ist es aber auch, die Kinder aktiv am Entscheidungsprozess zu beteiligen. Welche Kletterwand gefällt uns? Wo soll das Gerüst stehen? Welche Farbe sollen die Sprossen bekommen? Mit Hilfe solcher Entscheidungsprozesse werden die Mädchen und Jungen schon früh ans demokratische Denken herangeführt – und vor allen Dingen ernst genommen. Wie dies im Arbeitsalltag gelingt, erfuhren rund 50 Fachkräfte aus Kindertagesstätten, Familienzentren und Grundschulen beim Fachtag „Mitentscheiden und mithandeln“ in der städtischen Einrichtung Kultur-Integration-Quartier in Siegen. Die Organisation übernahmen Anna Butzek von der Integrationsagentur der Diakonie in Südwestfalen und Monica Massenhove, Bereich Integration der Stadt Siegen.

„Es wird immer deutlicher, dass wir in Zukunft mehr denn je entscheidungsfähige Erwachsene brauchen“, stellte Nina Stahl, Geschäftsführung der evangelischen Kindertageseinrichtungen im Kreis Siegen, in ihrem Grußwort fest. Deshalb sei es ihr zufolge wichtig, das demokratische Verständnis bereits in Kindergärten und Grundschulen erlebbar zu machen und frühzeitig zu fördern.

Das Konzept „Mitentscheiden und mithandeln“ wurde von der Bertelsmann Stiftung, dem Institut für Partizipation und Bildung, der Fachhochschule Kiel sowie der Universität Hamburg entwickelt.  In Workshops vermitteln so genannte Partizipatoren die Grundlagen des Konzeptes an das Fachpersonal. In Siegen stellten Andrea Wollner und Sandra Niggemeier die Grundlagen vor und gaben einige Tipps mit auf den Weg. Im Zentrum des Konzeptes stehe demnach, Kinder und Jugendliche vor dem weit verbreiteten „Adultismus“, also der Diskriminierung allein des Alters wegen, zu schützen. Sandra Niggemeier: „Wir müssen die Kinder ernst nehmen und ihnen eigene Entscheidungen auch zutrauen.“

Die Veranstaltung war Teil des Bundesprogramms „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Fremdenfeindlichkeit“. Einer der Förderschwerpunkte liegt in diesem Jahr in Siegen auf der „frühkindlichen Demokratieförderung“.

„Der Krieg hat kein weibliches Gesicht. Frauenschicksale im Zweiten Weltkrieg (80 Jahre Kriegsbeginn)“ – diesen Buchtitel der Autorin Swetlana Alexijewitsch hat das Russisch-Deutsche Kulturzentrum Litera e. V. als Motto für sein Projekt zum Thema Frauen im Zweiten Weltkrieg gewählt. Im Rahmen von Lesungen, Präsentationen, einer Filmvorführung, einem Gedenkkonzert und dem Besuch von Ausstellungen und Gedenkstätten soll anhand von einzelnen Frauenschicksalen und Widerstandskämpferinnen die Abscheulichkeit von Kriegen veranschaulicht und gegen das Vergessen gerade weiblichen Widerstandes angegangen werden.

Unter der Überschrift „Viele Filme – Viele Kulturen“ plant der AWO KV Siegen-Wittgenstein / Olpe zusammen mit dem Caritasverband Siegen-Wittgenstein e.V., der Diakonie in Südwestfalen gGmbH Soziale Dienste und dem  Verein für soziale Arbeit und Kultur Südwestfalen e.V. eine Filmwoche mit unterschiedlichen Filmen über Integration und Interkultur, um damit die Neugier auf andere Länder und Kulturen zu wecken und Verständnis und Respekt für Fremdes zu fördern. An die Filmvorführungen werden sich Diskussionsrunden und ein landestypischer Imbiss anschließen, sodass die Möglichkeit zu Austausch und Erweiterung oder Veränderung der eigenen Perspektive gegeben ist.

Die Kurdische Gemeinde Siegen KGD-S wird einen Referenten einladen, der in seinem Vortrag den Teilnehmern das „Politische System Deutschland / Regierungsbildung / Wahlen“ erklärt. Diese Veranstaltung richtet sich in erster Linie an Migranten und Geflüchtete, aber auch Nicht-Migranten sind willkommen. In einer anschließenden Fragerunde besteht die Möglichkeit, sein politisches Wissen zu erweitern und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Der Autor Enno Lenze aus Berlin hat ein Buch mit dem Titel „Fronturlaub: Wie ich in meiner Freizeit in Kurdistan den Kampf gegen den IS unterstütze, statt unter Palmen zu liegen“ veröffentlicht. Die Kurdische Gemeinde Siegen KGD-S hat ihn als Referenten eingeladen, über seine Reise in den Nordirak und den Kampf gegen ISIS-Truppen zu berichten, um ein besseres Verständnis für Situation im Nordirak und dadurch auch für die Situation vieler Kurden zu erreichen.