Aktuelle Projekte

Hier finden Sie alle für das laufende Jahr geplanten Aktionen und Projekte.

Im Rahmen des „Runden Tischs der Religionen – Siegen gegen Rassismus“ lud die DiTiB – Türkisch Islamische Gemeinde zu Siegen e.V. am 21. März zu einem Stand auf der Siegbrücke. Mit einer Luftballonaktion und dem Spiel „monotheistische Religionen“ wurden Passanten informiert, durch den Abbau von Angst und Vorurteilen bezüglich anderer Religionen das friedliche Zusammenleben der Religionen in Siegen zu unterstützen.

„Leben in Vielfalt in Siegen“: Was bedeutet das? Wo begegnet uns Vielfalt? Wie gehen wir damit um? Wie wollen wir miteinander leben? Was ist uns wichtig? Was passiert bereits in Siegen? Um darauf Antworten zu finden, ist es notwendig in einen Dialog über die Gestaltung des Zusammenlebens in Siegen zu treten. Aus diesem Grund wird zu dieser Thematik ein Open Space angeboten für jeden der dazu Ideen, Gedanken und Impulse hat, der sich mit anderen dazu austauschen möchte oder der einfach neugierig ist. Mitmachen kann jeder aus der Region, dem das Thema wichtig ist.

Die Teilnehmenden können sich mit eigenen Themen einbringen und mit anderen Interessierten konkrete Handlungsansätze und -strategien entwickeln. Gemeinsam wird erarbeitet, welche Erfahrungen Menschen mit Migrationserfahrung mitbringen und wie das gesellschaftliche Zusammenleben in Siegen gestaltet werden kann.

Durch die Methode Open Space hat jeder die Option zu partizipieren, sich Gehör zu verschaffen und aktiv zu werden. Bereits Engagierte können ihre Arbeit sichtbar machen. Menschen, denen bisher die Möglichkeit und die Kontakte fehlten um mitzugestalten, finden hier Netzwerkpartner. Ideen können gemeinsam weiterentwickelt werden. Auch neue Dinge können entstehen.

Die Veranstaltung wird in Kooperation mit dem Kooperationsverbund der Migrationsdienste und der Universitätsstadt Siegen durchgeführt. Folgende Verbände gehören dem Kooperationsverbund als gleichberechtigte Partner an: AWO KV Siegen-Wittgenstein/Olpe, Caritasverband Siegen-Wittgenstein e.V., Diakonie in Südwestfalen gGmbH Soziale Dienste, Internationaler Bund/Jugendmigrationsdienst Siegen, Verein für soziale Arbeit und Kultur Südwestfalen e.V. und die Universitätsstadt Siegen. Darüber hinaus besteht eine Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit Siegen, dem Jobcenter des Kreises Siegen-Wittgenstein und dem Kommunalen Integrationszentrums des Kreises Siegen-Wittgenstein.

Die Open Space Veranstaltung findet am 09.11.2019 von 9.00 – 16.00 Uhr in der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule, Kolpingstraße 35, 57072 Siegen statt.
Die Moderatorin übernimmt die fachkundige Referentin Katrin Linzbach aus Bonn.

Die Veranstaltung wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.
Der Kooperationsverbund freut sich auf Sie.

Beim großen AWO-Familienfest in der Siegener Innenstadt anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Wohlfahrtsverbandes haben die Abteilung Bürgerdienste, zu der auch die Migrationsfachdienste der Arbeiterwohlfahrt gehören, und der Verein Stylefiasko e.V. mit einer Graffiti-Aktion für einen offenen Umgang in der Gesellschaft geworben. Ziel war es, die Besucher*innen am Stand zu sensibilisieren, mit anderen Menschen achtsamer umzugehen und kulturelle Vielfalt zu schätzen.

Unter Anleitung konnten Interessierte – egal welchen Alters – Leichtschaumplatten mit Graffiti gestalten. Vielfalt ist bunt, Hände reichen, Frieden, Lebensfreude oder Wärme waren beispielsweise einige der Leitthemen, die den „Künstler*innen“ bei der Gestaltung der großformatigen Platten Orientierung gaben. Während des Sprayens gab es zu den Themen auch genug Meinungsaustausch: „Vielfalt ist spannend. Wenn alle Menschen gleich wären, wäre es langweilig“, sagte eine jugendliche Teilnehmerin. Auch die jüngsten Festbesucher kamen nicht zu kurz und konnten sich kleine, mit Graffiti versehene, Leinwände gestalten und mit nach Hause nehmen.

Die großen Platten hingegen haben nach der Aktion an Türen in verschiedenen Siegener Einrichtungen ihren Platz gefunden. Ob in Einrichtungen der AWO, der Diakonie Südwestfalen, des Jobcenters Siegen-Wittgenstein, des Kirchenkreises Siegen, der Stadt Siegen oder des Vereins für soziale Arbeit und Kultur Südwestfalen – an insgesamt 10 Stellen sind die Türen am Eingang oder zu Büros ab sofort bunt. Damit soll auch ein Signal gegeben werden: Hinter den farbenfrohen Türen arbeiten Menschen, die neugierig sind auf Begegnungen mit anderen und die offen sind, auf alle Menschen zuzugehen.

Gefördert wurde das Projekt vom Bundeministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.

Kann Populismus zum Stressauslöser werden und wie beeinflusst Populismus die demokratischen Prozesse in Deutschland? Im Mittelpunkt steht die Frage, wie ein weiteres Auseinanderdriften der Gesellschaft verhindert werden kann, damit unsere demokratischen Zustände gewahrt werden können.

Dieser Frage geht ARD-Reporter Olaf Sundermeyer am Dienstag, 26. November 2019, in der BlueBox-Siegen nach.

Auf Einladung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland e.V. in Kooperation mit dem Stadt- und Kreisjugendring, der Katholischen Hochschulgemeinde Siegen und dem Verein für Soziale Arbeit u. Kultur Südwestfalen liest der Journalist ab 19 Uhr aus seinem Buch „Gauland – Die Rache des alten Mannes“. Im Anschluss wird er Fragen der Zuhörer beantworten. Der Eintritt ist frei.

Die Veranstaltung wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.

Der Verein für soziale Arbeit und Kultur Südwestfalen e.V. hat den Journalisten Andreas Speith aus Hamburg eingeladen, um einen Vortrag mit anschließender Diskussion zum Thema „Identitäre Bewegung“ zu veranstalten. Ziel des Projektes ist es, über dieses rechtsextreme Phänomen, hinter dessen modernem Auftreten sich völkischer Nationalismus und Rassismus verbergen, zu informieren und die Bevölkerung dagegen zu sensibilisieren.

„Mädchen (in) Siegen“ – so lautet der Titel des Projektes, das die Diakonie in Südwestfalen gGmbH Soziale Dienste in diesem Jahr durchführen wird. Hier wird der Mädchengruppe des Jugendtreffs am Fischbacherberg unter Leitung einer pädagogischen Fachkraft die Möglichkeit geboten, sich mit Themen wie Geschlechtergerechtigkeit, Religion, Migrationserfahrungen, eigener Identität usw. auseinanderzusetzen und Ideen und Initiativen zu entwickeln. Die Inhalte der Treffen werden dann in die Gestaltung eines Kalenders einfließen, der Ausdruck der Kreativität der Gruppe ist.

Der VDTA e.V. wird im Rahmen einer Veranstaltungsreihe mit vier Vortragsabenden, zwei Workshops und mehreren Begegnungsabenden das Thema „Wir sind im Glauben verschieden – doch wir reden miteinander! (Viele Wege führen zu Gott)“ in den Mittelpunkt stellen. Die jüdischen, christlichen und islamischen Inhalte, die bereits in einer Vortragsreihe im Vorjahr behandelt wurden, sollen vertieft und erweitert werden. Die Begegnungsabende sind in erster Linie als Möglichkeiten der Zusammenführung von Familien aus unterschiedlichen Religionszugehörigkeiten konzipiert.

In Kooperation mit der Pestalozzischule Siegen führt das Katholische Jugendwerk Förderband Siegen-Wittgenstein e.V. ein Projekt mit dem Titel „Perspektivwechsel – die Welt mit anderen Augen sehen“ durch. In Zusammenarbeit von Mitarbeitenden des Jugendwerks Förderband und einer Gruppe von Jugendlichen mit den Förderschwerpunkten Lernen und Emotionale und soziale Entwicklung werden Themen wie der Umgang mit gewalttätigen und rassistischen Tendenzen, Kultur, Religion und Toleranz bearbeitet, um die Schülerinnen und Schüler für Ungerechtigkeiten und rassistische Einstellungen zu sensibilisieren und ihnen die Möglichkeit zu geben, Ängste und Vorurteile abzubauen. Da der Schwerpunkt dieses Projektes das praktische Erleben und Erfahren ist, sind Exkursionen und erlebnispädagogische Angebote ein wichtiger Teil des Programms.

Die Kurdische Gemeinde Siegen KGD-S plant für das Jahr 2019 eine „Veranstaltungsreihe bei der Kurdischen Gemeinde Siegen“, in deren Rahmen es in monatlichen Veranstaltungen um folgende Themen gehen soll: Kultur, Austausch über das Leben in der neuen Heimat, das Miteinander verschiedener Kulturen in Deutschland, Gesundheits- und Schulsystem in Deutschland und Trauma/Traumatisierung. Ziel des Projektes ist es, die Integration von Migranten zu fördern und die Interaktion zwischen deutscher und kurdischer Kultur zu ermöglichen.

„Vereinte Nationen gegen Israel – Wie die Uno den jüdischen Staat delegitimiert“ – so lautet der Titel des Projektes der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland e.V. Der freie Publizist Alex Feuerherdt aus Köln, der bereits in den beiden Vorjahren in Siegen referierte, wird sich unter der Prämisse, dass das Handeln der UNO israelkritisch und antisemitismusfördernd ist, mit dem Umgang der Vereinten Nationen mit dem jüdischen Staat auseinandersetzen.

Der Träger Stelle Chiare e.V., Förderverein der italienischen Kultur, bietet Interessierten in monatlichen Begegnungen die Gelegenheit zu Kommunikationstraining und gemeinsamen Freizeitgestaltungen (Filmabende und kulinarische Abende, Kennenlernen der regionalen Kultur, z. B. anhand von Museumsbesuchen). Unter der Überschrift „Gemeinsam integrieren“ sollen Brücken gebaut und der Austausch von Sprache, Kultur und Tradition ermöglicht werden, um so das friedliche Zusammenleben von Migranten und Einheimischen zu stärken.

„Kulturen Küche“ – mit diesem Namen hat die gemeinnützige Qualifizierungs- und Weiterbildungsgesellschaft des HV Achenbach gGmbH ihr Angebot überschrieben, das es bereits im Jahr 2018 gab. In drei Veranstaltungen werden die Bürgerinnen und Bürger sowie die Grundschulkinder aus den Stadtteilen Heidenberg und Fischbacherberg mit Hilfe zahlreicher Ehrenamtlicher u.a. auf eine Wanderung mit anschließendem Grillen und zu einem Adventfest eingeladen. Im Rahmen dieser Veranstaltungen sollen neue Kontakte entstehen, das ehrenamtliche Engagement gestärkt und weiter ausgebaut sowie die Vernetzung der Stadtteile gefördert werden.